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Rotpunkt, Flash, Onsight, Free Solo etc. - Begehungsstile Freiklettern

Begehungsstile Freiklettern

Es gibt zahlreiche unterschiedliche Herangehensweisen an Kletterrouten: von der detaillierten Routenbetrachtung vor dem Start über das vorsichtige Herantasten bis zum direkten Einstieg kann man in der Kletterhalle und am Fels alles beobachten.

Weltweit haben sich unterschiedliche Kletterstile etabliert, mit denen die Begehung von Kletterrouten einheitlich bewertet werden kann. Eine Route gilt also erst dann als geklettert,wenn gewisse Voraussetzungen beim Kletterstil erfüllt werden. Die Leistung der Kletterer kann damit transparent verglichen werden.

Im Folgenden sollen die wichtigsten Begehungsstile des Freikletterns betrachtet werden.

Rotpunkt

Als Rotpunkt wird das freie Durchsteigen einer bekannten Route in einem Zug bezeichnet. Dabei gehen die Meinungen auseinander, ob die Begehung im Vorstieg geschehen muss oder ob bereits einzelne Zwischensicherungen eingehängt sein dürfen. Die Bezeichnung “Rotpunkt” gründet auf einer farblichen Markierung an durch Vorstieg gekletterten Routen, die zuvor lediglich technisch geklettert wurden.

Ursprünglich gilt die Definition in Verbindung mit einem Vorstieg, Zwischensicherungen und geklippte Expressschlingen sind in der Szene aber weitestgehend anerkannt. Damit hat sich die Definition des Rotpunkt-Stils mittlwereile an den PinkPoint-Stil angepasst, der ausdrücklich bereits installierte Zwischensicherungen erlaubt.

Um Rotpunkt gerecht zu werden, muss die Route in jedem Fall aber ohne Sturz, Ruhephase im Seil oder Hochziehen durch den Partner geklettert werden.

Flash

Flash bezeichnet die Rotpunkt-Begehung einer unbekannten Kletterroute im ersten Versuch. Dabei hat der Kletterer aber detaillierte Informationen über mögliche Rastpunkte etc.

Onsight

Im Gegensatz zum Flash stehen dem Kletterer bei der Onsight Begehung nur allgemeine Informationen wie der Name, Schwierigkeitsgrad, Höhe etc. über die Route zur Verfügung. Der Onsight-Stil bezeichnet also eine Rotpunkt-Begehung im ersten Versuch (wie Flash), jedoch ohne dteaillierte Infos zur Route. Der Kletterer hat vor dem Beginn lediglich die Möglichkeit die Route vom Boden aus zu betrachten.

Insgesamt ist Onsight damit der schwierigste der genannten Stile und wird üblicherweise im Rahmen von Wettkämpfen geklettert. So kletterte Juliane Wurm z.B. den ersten Boulder im Finale des Boulder Weltcups in Eindhoven Flash und legte damit einen Grundstein für ihre hervorragende Platzierung. Man findet also sowohl Flash als auch  Onsight sowohl beim Klettern als auch beim Bouldern.

Weitere Stile

Neben den drei genannten Stilen gibt es zahlreiche Weitere, die jedoch im Allgemeinen nicht als vollständige Begehung einer Kletterroute angesehen werden. Allein auf den Stil Free Solo möchte ich kurz eingehen, da es sich wahrscheinlich um die spektakulärste Art des Kletterns handelt. Free Solo kann quasi als Ergänzung zu den Stilen Rotpunkt, Flash und Onsight gesehen werden und bezeichnet das Klettern ohne jeder Sicherung. Jeder kleine Fehler der zum Sturz führt, wird mit großer Wahrscheinlichkeit mit dem Leben bezahlt. Einer der bekanntesten Free Solo Kletterer ist Alexander Huber. Eine seiner Free Solo Begehungen wird im Video der Woche dokumentiert.

Eine Abwandlung des Free Solo ist das Deep Water Soloing, das ein Free Solo über dem Wasser bezeichnet.

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